Völlig verausgabt

Zum Weltfrauentag am 8. MĂ€rz: Bundesverband Kinderhospiz macht auf die Situation von pflegenden MĂŒttern aufmerksam

Um Gleichberechtigung geht es am 8. MĂ€rz, dem internationalen Frauentag. Um Aufmerksamkeit gegen Gewalt oder Benachteiligungen, denen Frauen ausgesetzt sind, eben weil sie Frauen sind. Um Rechte fĂŒr Frauen. In vielen Bereichen werden Nachteile von Frauen in Kauf genommen – weil es sich dabei, gesellschaftlich fest verankert, um „Frauensache“ handelt. Wie im Bereich der Pflege.

In der hĂ€uslichen Pflege zeigt sich das Rollendenken besonders drastisch: neun von zehn pflegende Angehörige sind Frauen (DAK-Pflegereport). Diese Quote gilt auch fĂŒr die FĂ€lle, in denen es Kinder sind, die gepflegt werden. Sabine Kraft, GeschĂ€ftsfĂŒhrerin des Bundesverbands Kinderhospiz, weiß um die Situation von betroffenen Familien: „In Deutschland ist es immer noch die Regel, dass Frauen ihren Beruf auf Teilzeit reduzieren, bis die Kinder groß sind. Wenn ein Kind so schwer erkrankt, dass es pflegebedĂŒrftig wird, sind es in der Regel auch die MĂŒtter, die diese Mehrbelastung ausgleichen, indem sie nur noch wenig oder gar nicht mehr arbeiten.“

In Deutschland gibt es ĂŒber 40.000 Familien, die ein lebensverkĂŒrzend erkranktes Kind haben. Ihre Belastung ist enorm: es gilt, die stĂ€ndige emotionale Überforderung zu meistern, den sicheren Tod des eigenen Kindes zu akzeptieren, den Geschwisterkindern gerecht zu werden, die Partnerschaft aufrecht zu erhalten und finanziell einen Verdienstausfall und Mehrbelastungen zu verkraften. Nicht immer ist all das leistbar. Der Bundesverband Kinderhospiz steht den Betroffenen bei, unterstĂŒtzt mit Sachspenden oder finanziellen Zuwendungen, organisiert Veranstaltungen fĂŒr Betroffene und ist fĂŒr sie mit dem OSKAR Sorgentelefon rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr, kostenlos und anonym fĂŒr alle Fragen erreichbar.

„Dadurch, dass meist die MĂŒtter zuhause bleiben, ist ihre Situation sehr speziell, ihre soziale Isolation sehr ausgeprĂ€gt. Wir betreuen auch viele alleinerziehende Frauen, die sich um ihr unheilbar krankes Kind kĂŒmmern“, berichtet Sabine Kraft. „Oft verausgaben sie sich dabei völlig“. Schon mit gesunden Kindern ist es fĂŒr Frauen in Deutschland schwerer als anderswo, Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen. Mit schwer kranken Kindern gibt es noch grĂ¶ĂŸere HĂŒrden.
Entlastet werden betroffene Familien in Deutschland von ambulanten und stationĂ€ren Kinderhospizeinrichtungen. „Doch fehlt es in Deutschland noch an passgenauen Lösungen wie zum Beispiel alternativen Wohnformen fĂŒr betroffene Jugendliche“, so Kraft. „Dank des medizinischen Fachwissens können manche Kinder mit unheilbaren Krankheiten heute lĂ€nger leben – das heißt, sie erreichen das Alter von jungen Erwachsenen, sind aber aufgrund ihrer PflegebedĂŒrftigkeit jahrelang, manchmal jahrzehntelang, auf die elterliche FĂŒrsorge angewiesen. Das ist fĂŒr alle Beteiligten eine riesige Belastung.“
Zum Internationalen Frauentag wĂŒnscht sich Kraft fĂŒr die MĂŒtter lebensverkĂŒrzend erkrankter Kinder vor allem VerstĂ€ndnis und Respekt. „Es darf in der gesellschaftlichen Wahrnehmung nicht anstĂ¶ĂŸig sein, wenn man als Mutter arbeitet. Frauen brauchen Lösungen, die sie flexibler machen – das gilt auch und gerade fĂŒr die, die ein unheilbar krankes Kind haben! Betroffene Familien brauchen unseren ganzen Halt und unsere UnterstĂŒtzung fĂŒr den Weg, den sie fĂŒr sich als passend aussuchen.“

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Weniger ist an Ostern mehr

180305 Spenden statt Schenken Ostern

„Spenden statt Schenken“ – Eine Aktion des Bundesverbands Kinderhospiz

Es ist eine gute Zeit fĂŒr die KonsumgĂŒterindustrie. Ostern naht, das Fest, das fĂŒr den Handel umsatztechnisch gleich nach Weihnachten kommt. Bergeweise Geschenke werden inzwischen in und neben die Osternester gelegt.  â€žDas ist völlig in Ordnung“, sagt Sabine Kraft, GeschĂ€ftsfĂŒhrerin des Bundesverbands Kinderhospiz, „jeder soll schenken, so viel er mag. Nicht nur an Ostern!“ Und doch hofft Kraft darauf, Menschen fĂŒr die so wichtige Aktion „Spenden statt Schenken“ zugunsten der Kinderhospizarbeit zu gewinnen.

„In Deutschland gibt es ĂŒber 40.000 Kinder und Jugendliche, die  lebensverkĂŒrzend erkrankt sind. Diese Kinder und ihre Familien brauchen unsere Hilfe. Oft geraten Familien in dieser verzweifelten Lage auch noch in finanzielle Schwierigkeiten. Mit einer solchen Diagnose fĂ€llt meist ein Verdiener aus – die Eltern brauchen und wollen Zeit fĂŒr ihr Kind. Dazu kommen Kosten fĂŒr Ausstattung und Anschaffungen, die die Krankenkassen nicht ĂŒbernehmen.  Da bleibt manchmal kaum genug fĂŒr ein kleines Osternest“, weiß sie. Der Bundesverband Kinderhospiz unterstĂŒtzt betroffene Familie direkt und unkompliziert – nicht nur mit Rat und Tat, sondern auch finanziell.

 â€žBei der Aktion ‚Spenden statt Schenken‘ hoffen wir auf UnterstĂŒtzer, die ganz bewusst auf das ein oder andere Ostergeschenk verzichten und stattdessen fĂŒr die Kinderhospizarbeit spenden“, sagt Kraft. „Da ist weniger mehr!“ Mehr Achtsamkeit fĂŒr andere. Mehr soziale Verantwortung.  Vielleicht durch ein bisschen mehr Verzicht. Familien mit unheilbar kranken Kindern mĂŒssen selbst auf so vieles verzichten – ihnen hilft jede einzelne Spende.

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Hilfe auch fĂŒr seltene FĂ€lle

180228 Tag der seltenen Erkrankungen

Tag der seltenen Erkrankungen am 28. Februar: OSKAR Sorgentelefon des Bundesverbands Kinderhospiz berÀt betroffene Familien

Meist fĂ€ngt es ganz harmlos an: eine kleine AuffĂ€lligkeit bei der Entwicklung des Kindes, eine kleine Abweichung von der Norm. Vielleicht dreht sich das Baby nicht so eifrig wie Gleichaltrige, vielleicht lernt es nur sehr mĂŒhsam zu stehen. Nichts, worĂŒber man sich als Eltern gleich allzu große Sorgen macht. Was aber, wenn die AbklĂ€rung dieser kleinen Irritation viele Arztbesuche auslöst? Viele Fachleute auftauchen, die viele mögliche Ursachen untersuchen? Viel Zeit vergeht, in der viel Ungewissheit und viele Ängste ausgehalten werden mĂŒssen? Und schließlich eine Diagnose fĂ€llt: Es ist selten. Es ist unheilbar. Und Ihr Kind wird daran sterben.
„FĂŒr Familien mit einem lebensverkĂŒrzend erkrankten Kind bricht mit der Diagnose die ganze Welt zusammen“, weiß Sabine Kraft, GeschĂ€ftsfĂŒhrerin des Bundesverbands Kinderhospiz. „Bei seltenen Erkrankungen kommt oft dazu, dass es schwer ist, Spezialisten zu finden, die damit Erfahrung haben und ĂŒberhaupt verlĂ€ssliche Aussagen treffen können.“ Eine unheilbare Krankheit ist immer eine emotionale Überforderung. Doch bei seltenen Erkrankungen – in Europa sind das solche, an denen weniger als fĂŒnf von 10.000 Menschen leiden – fehlt es auch schlicht an Ansprech- und Austauschpartnern, zum Beispiel anderen Betroffenen, die dasselbe durchleben und durchleiden.

„FĂŒr viele Eltern wĂ€re es eine Erleichterung zu spĂŒren, dass sie nicht alleine mit einer solchen Diagnose sind“, so Kraft. Doch wer ein krankes Kind hat, macht in der Regel keine zeitraubenden Recherchen nach UnterstĂŒtzungsangeboten oder Selbsthilfegruppen. Deshalb hat der Bundesverband Kinderhospiz 2015 das OSKAR Sorgentelefon ins Leben gerufen. Diese weltweit einzigartige Hotline ist 365 Tage im Jahr rund um die Uhr unter der Nummer 0800 8888 4711 zu erreichen, kostenlos und anonym. „OSKAR wendet sich an alle, die Fragen haben zu lebensverkĂŒrzend erkrankten Kindern und Jugendlichen“, erlĂ€utert Initiatorin Kraft. Rund 40 professionell geschulte Telefonberater leisten nicht nur psychosoziale Hilfe, sie haben auch Zugriff auf eine Datenbank mit vielen tausend hilfreicher Adressen, die sie den Anrufern abgestimmt auf deren Wohnort vermitteln können.

Das OSKAR Sorgentelefon informiert auch Fachleute und ist außerdem fĂŒr Familien da, die bereits ein Kind verloren haben, ganz egal, wie lange das schon her ist. „Es tut gut, zu wissen, dass da immer jemand ist, dem man nicht auf die Nerven geht, wenn man schon wieder mit seinen Ängsten und Fragen ankommt“, berichtet eine betroffene Mutter. Sie ist eine der vielen tausend Anrufenden, denen das OSKAR Sorgentelefon seit seiner Inbetriebnahme weitergeholfen hat. Das Angebot des Bundesverbands Kinderhospiz finanziert sich dabei rein ĂŒber Spenden.
Entlastung fĂŒr betroffene Familien bieten auch die Kinderhospizdienste in Deutschland. „In stationĂ€ren Einrichtungen können die Familien Erholung finden, um dann alle gemeinsam weiter den Alltag meistern zu können. Ambulante Dienste unterstĂŒtzen zuhause und sind unschĂ€tzbare Stabilisatoren des ganzen Systems Familie“, so Sabine Kraft. FĂŒr viele betroffene Eltern sei es aber ein schwieriger Schritt, sich an ein Kinderhospiz zu wenden. „Bei Kinderhospizen wird oft nur ans Sterben gedacht“, weiß sie, „dabei sind das Orte des Lebens!“ Das OSKAR Sorgentelefon leistet auch hier wichtige AufklĂ€rungsarbeit und nimmt Hemmungen, damit die individuell passende Hilfe in Anspruch genommen werden kann.

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Hinschauen statt Wegsehen

180209 Tag der KHA BVKH

Tag der Kinderhospizarbeit am 10. Februar: Bundesverband Kinderhospiz veröffentlicht Kurzfilmreihe – GrĂŒnes Band als Zeichen der SolidaritĂ€t auch fĂŒr den Bundestag

Es ist ein besonderer 10. Februar, Tag der Kinderhospizarbeit, in diesem Jahr – in Deutschland herrscht der Ausnahmezustand der fĂŒnften Jahreszeit. Von Nord nach SĂŒd sind die Narren unterwegs, feiern Karneval, Fasching oder Fasnet. Kein Grund, den Tag der Kinderhospizarbeit deshalb nicht auch zu begehen, meint Sabine Kraft, GeschĂ€ftsfĂŒhrerin des Bundesverbands Kinderhospiz (BVKH): „Kinderhospizarbeit ist kein trauriges Thema. Es geht darum, Familien mit lebensverkĂŒrzend erkrankten Kindern so viele GlĂŒcksmomente wie möglich zu verschaffen. Warum sollte das nicht auch zur Ausgelassenheit der Karnevalszeit passen?“ Kraft ermutigt die Mitglieder des BVKH, mit regionalen Aktionen und Veranstaltungen auf ihre Arbeit aufmerksam zu machen.
Als Zeichen der UnterstĂŒtzung fĂŒr die Kinderhospizarbeit wird am 10.Februar ein grĂŒnes Band getragen, das der Bundesverband Kinderhospiz inzwischen etabliert hat. Analog zur „rote Schleife“ machen die TrĂ€ger des grĂŒnen Bandes in ganz Deutschland auf das Thema Kinderhospizarbeit aufmerksam und drĂŒcken Empathie mit den Betroffenen aus. „Das grĂŒne Band trĂ€gt sich genauso gut zu einer KostĂŒmierung wie zu einem Anzug“, schmunzelt Sabine Kraft. Zum Tag der Kinderhospizarbeit hat der Bundesverband in diesem Jahr auch grĂŒne BĂ€nder an alle Bundestagsabgeordneten Deutschlands verschickt.
Die grĂŒnen BĂ€nder sind beim Bundesverband Kinderhospiz ĂŒber www.bundesverband-kinderhospiz.de/shop erhĂ€ltlich.
AnlĂ€sslich des Tages der Kinderhospizarbeit veröffentlicht der Bundesverband Kinderhospiz in diesem Jahr Kurzfilme aus der Reihe „little stars“, mit der auch international auf die Kinderhospizarbeit aufmerksam gemacht wird. „Unsere Filme geben Einblicke in das Leben der betroffenen Kinder. Siezeigen, dass es sich lohnt, beim Thema Kinderhospizarbeit hinzuschauen statt wegzusehen“, erlĂ€utert Sabine Kraft. Die Filme werden am 10. Februar unter anderem deutschlandweit in Kinos gezeigt, die der AG Kino, der Gilde der deutschen Filmkunsttheater, angehören. Auf www.bundesverband-kinderhospiz.de sind die Filme ab dem Tag der Kinderhospizarbeit ebenfalls zu sehen.
„Wir freuen uns sehr, dass viele unserer Mitglieder deutschlandweit mit den unterschiedlichsten Veranstaltungen und Aktionen auf die Kinderhospizarbeit aufmerksam machen“, so Sabine Kraft. „Gemeinsam mit unserer Filmkampagne werden wir so alle zusammen erreichen, dass mehr Menschen Anteil nehmen und bewusster mit dem Thema Kinderhospizarbeit umgehen“. Einen Überblick ĂŒber die vielen Veranstaltungen am 10.2. gibt die Facebook-Seite „Tag der Kinderhospizarbeit“ des Bundesverbands Kinderhospiz, auf der alle Mitgliedsorganisationen ĂŒber ihren Einsatz am 10. Februar berichten.

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Wichtige Hilfe per Telefon

180122 PM LEO Center

Das LEO-Center in Leonberg bietet auf einer FlĂ€che von 27.000 mÂČ Platz fĂŒr ĂŒber 90 LadengeschĂ€fte. Vor Weihnachten wurde dort eine besondere Aktion zugunsten des OSKAR Sorgentelefons veranstaltet: die Kunden wurden gebeten, bei Inanspruchnahme des kostenlosen Verpackungsservices einen kleinen Beitrag fĂŒr die Hotline des Bundesverbands Kinderhospiz (BVKH) zu spenden.

Das Ergebnis dieser Sammlung belĂ€uft sich auf stolze 1100 Euro, die Centermanager Klaus-Peter Regler nun an BVKH-Botschafterin Anne von Linstow und Monika Friedrich vom Projektteam des OSKAR Sorgentelefons ĂŒbergab. „Solche Aktionen sind unglaublich wichtig“, bedankte sich von Linstow. Die Schauspielerin setzt sich seit Jahren dafĂŒr ein, Kinderhospizarbeit in der Öffentlichkeit bekannter zu machen. „Es ist so schade, dass die meisten Menschen lieber wegsehen, wenn sie mit dem Thema konfrontiert werden. Dabei ist es doch wunderbar, Familien unterstĂŒtzen zu können, die ein unheilbar erkranktes Kind haben!“

Das Sorgentelefon OSKAR wird vollstĂ€ndig aus Spendengeldern finanziert und ist unter der aus dem Festnetz kostenlosen Rufnummer  0800/88 88 4711 rund um die Uhr erreichbar. Die Telefonberater haben ein offenes Ohr fĂŒr die Sorgen und Nöte von lebensverkĂŒrzend erkrankten Kindern, ihren Angehörigen und ihrem sozialen Umfeld sowie Familien, die um ein Kind trauern. Anrufer werden aber auch an Anlaufstellen in ihrer jeweiligen Heimatregion weiter vermittelt. Dazu können sie auf eine speziell aufgebaute Datenbank zurĂŒckgreifen, in der mehrere Tausend Adressen von Experten aus ganz Deutschland gespeichert sind.  „Außerdem versteht sich OSKAR als Anlauf- und Vernetzungsstelle fĂŒr Fachleute aus der Kinderhospizarbeit“, ergĂ€nzte Monika Friedrich bei der ScheckĂŒbergabe: „In den drei Jahren seines Bestehens konnte OSKAR schon vielen Tausend Anrufern weiterhelfen. Darauf sind wir sehr stolz!“

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