Musik für den guten Zweck

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19. Benefizkonzert im Europa-Park Hotel Resort: Musikkapelle Rust musiziert für den Bundesverband Kinderhospiz

Am zweiten Adventswochenende stimmte der traditionelle Auftritt der Ruster Musikkapelle sowohl die Gäste als auch externe Musikliebhaber im Erlebnishotel „El Andaluz“ im Europa-Park auf die Weihnachtszeit ein. Bereits zum 19. Mal spielte das große Ensemble aus der Ortenau in der Lobby des 4-Sterne Hotels von Deutschlands größtem Freizeitpark für die gute Sache und begeisterte das Publikum. Dabei sammelten die engagierten Musiker im Rahmen ihres stimmungsvollen Benefizkonzerts am Sonntagabend fleißig Spenden und überreichten dem Bundesverband Kinderhospiz e.V. (BVKH) anschließend mit großer Freude 1761 Euro.

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Der gemeinnützige Verein setzt sich für die weit über 40.000 lebensverkürzend erkrankten Kinder und ihre Angehörigen in Deutschland ein. Zusammen nahmen die Geschäftsführerin des BVKH Sabine Kraft sowie die langjährige Botschafterin Mauritia Mack den Erlös dankbar entgegen.

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„Wir möchten einfach mehr tun“

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Autodoc spendet 20.000 Euro für die Kinderhospizarbeit – Bundesverband Kinderhospiz und Berliner Herz setzen sich für Familien mit unheilbar kranken Kindern ein

„Kinder sind einfach das Größte“, sagt Alexej Erdle, „sie haben ein Recht auf unsere ganze Fürsorge und Aufmerksamkeit – erst recht, wenn sie schwer krank sind!“ Mit dieser engagierten Meinung steht der geschäftsführende Gesellschafter der Autoteile-Firma Autodoc GmbH nicht alleine da – gemeinsam mit seinen beiden Partnern Vitalij Kungel und Max Wegner suchte Erdle sorgfältig nach einem Projekt, bei dem eine Unterstützung der erfolgreichen Online-Firma für Pkw-Ersatzteile besonders gut genutzt werden würde. „Autodoc engagiert sich über Patenschaften schon für sportliche oder kulturelle Projekte“, berichtet er, „doch wir möchten einfach mehr tun. Wir alle in der Geschäftsführung haben selbst Familie und die Bedürfnisse von Kindern liegen uns sehr am Herzen. Deshalb waren wir uns sofort einig, dass wir die Kinderhospizarbeit in Deutschland, aber auch in unserer Region Berlin ganz gezielt fördern wollen“, berichtet Erdle. Mit einer Fördersumme von 20.000 Euro setzt Autodoc nun ein außergewöhnliches Zeichen für dieses soziale Engagement. Bei der jährlichen Autodoc Weihnachtsfeier wird den Mitarbeitern nicht nur für ein weiteres, höchst erfolgreiches Jahr gedankt – seit Firmengründung 2008 ging es mit dem Online-Verkauf von Autoersatzteilen beständig bergauf, heute ist Autodoc in Europa Marktführer - die Firmeninhaber haben auch Vertreter der Kinderhospizarbeit eingeladen, die von ihrer Arbeit berichten. Jeweils zur Hälfte geht die enorme Spendensumme an den Bundesverband Kinderhospiz und an das „Berliner Herz“.

„Für uns bedeutet diese Unterstützung unserer Arbeit unglaublich viel“, sagt Sabine Kraft, Geschäftsführerin des Bundesverbands Kinderhospiz. „Wir koordinieren als Dachverband die Kinderhospizarbeit in ganz Deutschland und sind dabei fast ausschließlich auf Spendengelder angewiesen. Wir sind sehr dankbar, mit Autodoc so einen wertschätzenden und verantwortungsvollen Partner für unser schwieriges Thema gewonnen zu haben. So können wir uns weiterhin für Familien stark machen, die es aushalten müssen, ihr Kind zu verlieren“. Der Bundesverband Kinderhospiz ist nicht nur das politische Sprachrohr der deutschen Kinderhospizeinrichtungen, er hat auch eine eigene Betroffenenförderung und betreibt das einzigartige OSKAR Sorgentelefon, das rund um die Uhr zu erreichen ist.

Eines der Mitglieder des Bundesverbands Kinderhospiz ist das „Berliner Herz“. Das Kinderhospiz bietet eine Unterstützung aus ambulanter, teilstationärer und stationärer Pflege für lebensverkürzend erkrankte Kinder. Durch fließende Übergange gewährleistet das Berliner Herz, dass betroffene Familien genau die Hilfe und Unterstützung bekommen, die sie brauchen. „Mit der großen Spende von Autodoc können wir alle Therapiekosten im ersten Halbjahr 2019 abdecken“, erklärt Leiterin Anke Haase dankbar. Allein in Berlin und Umgebung leben etwa 1.500 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit einer unheilbaren Erkrankung, die in den meisten Fällen noch in frühen Jahren zum Tod führt. Bundesweit sind weit über 40.000 Familien betroffen.

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Zwei Immobilienmakler zeigen Herz

181207 Spende Makler

Franz Baumgärtner und Sigfried Rosing haben zum wiederholten Mal ihr großzügiges Engagement für die Kinderhospizarbeit bewiesen. In ihren Geschäftsräumen in Lenzkirch haben die beiden Immobilienmakler eine Spende über 2500 Euro an den Bundesverband Kinderhospiz übergeben. „Nach einem erfolgreichen Geschäftsjahr geben wir gerne etwas zurück: Uns ist es ein Anliegen, schwerstkranke Kinder und ihre Familien zu unterstützen“, sagen die beiden. „Die Aktion ‚Spenden statt Schenken’ des Bundesverbands unterstützen wir sehr gerne. Auch dieses Jahr haben wir entschieden, weniger Geld für Weihnachts- und Kundengeschenke auszugeben, um mehr Geld für den guten Zweck bereitzustellen. Wie viele unnötige Karten oder Werbegeschenke landen im Müll? Da wollten wir mit gutem Beispiel vorangehen und hoffen, damit auch andere Unternehmen zu inspirieren!“ Die beiden umtriebigen Makler sind auch Fördermitglieder beim Bundesverband Kinderhospiz geworden. „Die Fördermitgliedschaften beginnen bei 5 Euro monatlich - wenn man überlegt, für was man sonst Geld ausgibt“, so Rosing. „Keine Frage, dass wir uns hier engagieren!“ Mit ihrer Unterstützung würdigen die beiden Immobilienmakler die Arbeit des Bundesverbands Kinderhospiz, der von Lenzkirch aus die Kinderhospizarbeit in ganz Deutschland koordiniert. Wir sagen vielen herzlichen Dank für dieses tolle Hilfe!

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Lichter der Erinnerung

181209 Candle Lighting

„Worldwide Candle Lighting“: Der 9. Dezember ist Gedenktag für verstorbene Kinder – Bundesverband Kinderhospiz bietet mit OSKAR Sorgentelefon Hilfe für trauernde Familien

Am Sonntag ist es soweit: Anlässlich des „Worldwide Candle Lighting“ werden um Punkt 19 Uhr überall auf der Welt Kerzen angezündet und in Fenster gestellt. Der internationale Gedenktag erinnert an verstorbene Kinder. Durch die verschiedenen Zeitzonen auf der Welt ergibt sich eine Welle des Lichts, die 24 Stunden lang um die Erde laufen wird. „Gedenktage wie das Worldwide Candle Lighting sind für Trauernde wichtige Rituale, die Halt und Trost geben“, sagt Sabine Kraft, Geschäftsführerin des Bundesverbands Kinderhospiz. „Für die Angehörigen entsteht ein kostbarer Moment der gemeinsamen Erinnerung, und durch die vielen Unterstützer der Aktion wird diesen Familien ein überwältigendes Zeichen der Solidarität und Anteilnahme gesendet!“

Den Tod des eigenen Kindes gehört sicher zu den furchtbarsten Schicksalen, die eine Familie erleben kann. Jährlich sterben rund 5000 Kinder in Deutschland an lebensverkürzenden Erkrankungen, das sind 14 Kinder pro Tag. „Zurück bleiben Angehörige, für die sich eine unbegreifbare und schmerzvolle Leere auftut“, so Kraft. Mitarbeiter von Kinderhospizeinrichtungen stehen in dieser Lage bei, begleiten die Familien, die sie oft schon über längere Zeiträume betreut haben, auch in der Phase der Trauer. „Und für alle, die keinen Ansprechpartner haben, haben wir das OSKAR Sorgentelefon eingerichtet“, sagt Sabine Kraft. Die einzigartige Hotline ist unter der Nummer 0800/8888 4711 rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr, anonym und kostenfrei zu erreichen.  Ob Fachleute, Betroffene oder Angehörige, OSKAR beantwortet alle Fragen und hat immer ein offenes Ohr. „Für Menschen, die ihr Kind verloren haben, hört die Trauer nie auf, sie verändert sich nur“, weiß Sabine Kraft. „Unsere geschulten Telefonberater ermutigen dazu, über diese Gefühle zu sprechen, auch, wenn der Todesfall schon sehr lange her ist. Es hilft den Menschen oft sehr zu wissen, dass sie mit ihrer Trauer nicht allein gelassen werden.“

Diese Gewissheit vermittelt auch der „Worldwide Candle Lighting Day“, an dem sich Anteilnahme in Kerzenschein verwandelt. „Es ist so leicht Trost zu spenden,“ sagt Sabine Kraft: „Machen Sie mit!“

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„Das gibt mir unbeschreiblich viel“

181205 Tag des Ehrenamts

Interview zum Tag des Ehrenamts: Kerstin Tschackert arbeitet für den Bundesverband Kinderhospiz

„Ohne ehrenamtliche Mitarbeiter wäre die Kinderhospizarbeit in Deutschland nicht denkbar“, sagt Sabine Kraft, Geschäftsführerin des Bundesverbands Kinderhospiz (BVKH). Genau wie seine Mitgliedeinrichtungen ist der Dachverband der deutschen Kinderhospize auf Unterstützer angewiesen. Ehrenamtliche Unterstützer werden vom BVKH zum Beispiel bei Veranstaltungen eingesetzt, um auf die Kinderhospizarbeit aufmerksam zu machen – kein leichter Job. Eine der vielen engagierten Helferinnen des Bundesverbands ist Kerstin Tschackert. Die 51-Jährige arbeitet als Justizbeschäftigte in Moers. In ihrer Freizeit setzt sie sich seit zwei Jahren für Familien mit lebensverkürzenden Erkrankungen ein.

Frau Tschackert, wieso widmen Sie sich einem vermeintlich schweren Thema wie der Kinderhospizarbeit?
Ich bin selbst betroffene Mutter. Unsere Tochter ist am 27.02.2016 verstorben. Sie war körperlich und geistig behindert. Am 08.03.2016 wäre sie 20 Jahre alt geworden. Sie war die Liebe unseres Lebens. Wir haben Katharina, so lange sie gelebt hat, alleine versorgt und gepflegt. Wir haben sie an einem Samstag gehen lassen. Mit einer zunächst normalen Bronchitis haben wir Katharina ins Krankenhaus gebracht; doch es ging ihr schnell immer schlechter. Wir hatten ihr versprochen, dass sie nicht leiden muss. Eine Ärztin vom Palliativ-Team hat Katharinas Zustand genauso beurteilt wie wir und half uns bei der Entscheidung, unsere Tochter gehen zu lassen. Diese Frau hat mich sehr beeindruckt. Da war für mich klar, dass ich was machen möchte, was mit Palliativ und Hospiz zu tun hat. Ich habe kurz darauf den Bundesverband Kinderhospiz angeschrieben und gefragt, ob es eine Möglichkeit für mich gibt, dort tätig zu werden. Inzwischen habe ich auch ein Qualifikationsseminar als Sterbe- und Trauerbegleiter im Hospizdienst für Erwachsene und eine Ausbildung im ambulanten Kinderhospizdienst gemacht.

Was bedeutet diese Arbeit für Sie?
An der Hospizarbeit begeistert mich, dass es nicht nur ums Sterben und den Sterbenden geht. Es geht eigentlich um alle, die um den Sterbenden herum sind. Ich bekomme die Möglichkeit, wirklich zu helfen. Ich muss nicht viel Geld in die Hand nehmen, sondern einfach nur meine Zeit jemand anderem geben. Es sind so viele Kleinigkeiten, die Großes bewirken können. Sei es, dass man ins Hospiz geht, und bei dem erkrankten Kind ist, damit die Mutter mit dem Geschwisterkind etwas machen kann. Oder es ist anders herum.
Da ich selber betroffene Mutter bin, kann ich mich auch gut in die Ängste der Eltern rein denken. Da ist manchmal einfach nur Zuhören ganz wichtig.
Ich kann am Kind, in der Familie sein und helfen. Das ist ein unbeschreibliches Gefühl und gibt mir so viel. Es entstehen ganz besondere Verbindungen. Auch wenn viele Menschen sich das nicht vorstellen können, wird auch viel gelacht. Es ist eine ganz besondere Stimmung.

Wie reagieren die Leute auf Ihre Tätigkeit und das Thema Kinderhospizarbeit?
Wenn die Menschen in meiner Umgebung mitbekommen, welches Ehrenamt ich mache, stößt das erst Mal auf Unverständnis. Die erste Reaktion ist meisten: „Das könnte ich nicht“. Wenn ich den Bundesverband auf einer Veranstaltung vertrete, sind die Menschen oft zurückhaltend. Aber wenn man einmal ins Gespräch gekommen ist und die Hemmschwelle überwunden wurde, entstehen wertvolle Gespräche. Bereichernd für beide Seiten.
Kinderhospizarbeit ist immer noch ein Tabu-Thema. Eltern, die ihr Kind in ein Hospiz geben, gelten oft noch als Rabeneltern, als würden sie ihr Kind in diesem Moment aufgeben. Das ist wohl auch einer der Gründe, warum Eltern oft zögern, die Hilfe von Kinderhospizdiensten in Anspruch zu nehmen. Das finde ich sehr traurig, denn in Kinderhospizen geht es doch darum, die verbleibende Zeit so schön wie möglich zu gestalten, gemeinsam als Familie. Was viele nicht wissen: Kinderhospize sind nicht automatisch die „Endstation“. Es sind Orte, an denen die ganze Familie Kraft tanken kann, um dann auch wieder in den Alltag zurück zu kehren, alle zusammen. Es geht dort nicht ums Sterben, sondern ums Leben. Aus diesem Grund ist die Öffentlichkeitsarbeit so wichtig. Schön wäre es, wenn mehr Menschen begreifen würden, dass der Tod zum Leben dazu gehört.

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