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Bis vor drei Jahren war die zwölfjährige Ida ein gesundes, ein ganz „normales“ Kind. Dann veränderte ein Tumor in ihrer Luftröhre alles. Ida ist nun schwerstbehindert. Ihre Familie versucht, das neue Leben so gut wie möglich zu meistern. Doch nun braucht sie dringend finanzielle Hilfe, für ein behindertengerechtes Auto.


23.04.2021
Zusammengerechnet sind es rund 600 Kilogramm, die Rebecca Rentschler jeden Tag heben muss. Leider nicht aus sportlichen Gründen, sondern weil ihre zwölfjährige Tochter Ida auf ständige Hilfe angewiesen ist. Und auf einen Rollstuhl. „Genau der ist das Problem“, berichtet Rentschler am Telefon. „Ida hat einen neuen Rolli bekommen, und der passt einfach nicht in unser Auto!“ Das Fahrzeug hatte die Familie gekauft, als alles noch normal war. „Es passt ein Rollator rein oder so. Daran haben wir damals wegen der Oma gedacht. Aber dass wir eines Tages mit Rollstuhl unterwegs sein müssen, das konnte keiner ahnen“, sagt Idas Mama trocken. Im Moment baut sie deshalb bis zu zehnmal am Tag den Rollstuhl auseinander, für jede Fahrt in die Schule, für jeden Weg mit Ida. Die nötige Ausrüstung ist so umfangreich, dass keine vier Personen mehr in den Wagen passen. „So geht das nicht weiter“, sagt Rebecca Rentschler frustriert.
Das Leben der Rutesheimer Familie änderte sich vor drei Jahren schlagartig, an einem Freitagmorgen. Ida bekam beim Frühstücken keine Luft mehr. „Ich dachte erst, sie hat sich verschluckt. Aber sie ist einfach erstickt“, sagt ihre Mutter. Ein herbeieilender Nachbar reanimierte das Kind, in der Klinik konnte man Ida retten - doch der Sauerstoffmangel verursachte schwere Schäden. Ida kann nicht mehr laufen, sie sieht nicht mehr richtig und kann deshalb nicht mehr lesen, sie hat Epilepsie und ihre Atemwege müssen regelmäßig abgesaugt werden. Rebecca Rentschler erzählt das mit fester Stimme, es macht ihr nichts aus, von Ida zu berichten. „Den Kopf in den Sand stecken bringt ja auch nichts“, sagt sie pragmatisch. Dabei ist Idas Krankheit nicht das einzige, was die Familie belastet. Idas Vater hatte vor einigen Wochen einen Herzinfarkt, musste eine dreifache Bypass-OP überstehen. „Trotzdem, heute ist ein guter Tag. Heute kommt er aus

der Reha!“, freut sich Rebecca Rentschler. Wie es weitergeht und wann ihr Mann wieder arbeiten können wird, ist allerdings unklar. „Er ist der Alleinverdiener, weil Ida ja eine Vollzeitaufgabe ist“, sagt Rebecca Rentschler. Die Familie hat alle finanziellen Eigenmittel in den Umbau ihres Hauses gesteckt, um es auf Idas neue Bedürfnisse anzupassen. Schon dieses Großprojekt war nur durch massive Unterstützung und viele Spenden aus ihrer Region möglich. „Und jetzt brauchen wir auch noch ein neues Auto“, sagt Rebecca Rentschler und klingt jetzt doch ein bisschen mutlos.
Zum Glück ist die Familie in dieser Lage nicht allein: Schon am zweiten Tag, an dem die Familie um Ida auf der Intensivstation bangen musste, meldete sich der Ambulante Hospizdienst für Kinder und Jugendliche Leonberg bei Rentschlers und bot Unterstützung an. Seitdem haben Ida und auch ihr 13-jähriger Bruder Hans jeweils eine eigene Betreuung und bekommen regelmäßig Besuch. „Das ist eine unglaublich tolle emotionale Stütze!“, sagt Rebecca Rentschler. Mit Ida wird gebastelt und gespielt, ihr Bruder wird für Ausflüge abgeholt und hat, besonders wichtig, auch abseits von Mama und Papa einen Ansprechpartner. „Die Familie meistert die schwierige Lage auf bewundernswerte und sehr offene Art“, sagt Monika Friedrich, Koordinatorin des Kinderhospizdienstes Leonberg. „Aber sie brauchen nun dringend finanzielle Hilfe!“
Zusammen mit dem Bundesverband Kinderhospiz ruft der Kinderhospizdienst Leonberg deshalb zu einer Spendensammlung zugunsten Idas Familie auf. „Bitte helfen Sie uns, Idas Familie zu einem behinderten gerecht ausgebauten Bus zu verhelfen!“, wendet sich Sabine Kraft an die Öffentlichkeit. Als Geschäftsführerin des Bundesverbands Kinderhospiz leitet sie den Dachverband der deutschen Kinderhospize und setzt sich für die rund 50.000 Familien in Deutschland ein, die lebensverkürzend erkrankte Kinder haben, wie Ida. „Ich freue mich in jedem einzelnen Fall, wenn wir helfen und die Situation von Betroffenen erleichtern können“, sagt sie. „Familien wie Rentschlers haben es so verdient, sich nicht auch noch um Geld sorgen zu müssen!“

Der Bundesverband Kinderhospiz hat ein Spendenkonto für Familie Rentschler eingerichtet:

Stichwort “IDA”
Sparkasse Olpe
BIC WELADED1OPE
IBAN DE03 4625 0049 0000 0290 33

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