180608 Welthirntumortag

Zum Welthirntumortag: Bundesverband Kinderhospiz fordert mehr Unterstützung für Familien mit unheilbar kranken Kindern – Kinder-Lebens-Lauf als Kampagne gestartet

„Es war Freitag, der Dreizehnte“. Horst Döring wird nie den Tag vergessen, der alles veränderte. Für ihn, für seine Familie, vor allem aber für seine Tochter Angelina, die bis dahin ein ganz normaler, fröhlicher Teenager war. An diesem Freitag erhielt sie die Diagnose „Hirntumor“. Fünf Jahre später starb sie.

„Eine solche Diagnose kommt für Familien meist aus heiterem Himmel“, weiß Sabine Kraft, Geschäftsführerin des Bundesverband Kinderhospiz, „und mit ihr gerät das Leben der ganzen Familie aus den Fugen“. Der Dachverband der deutschen Kinderhospizeinrichtungen bietet Hilfe und Unterstützung für Betroffene, ab der Diagnose bis in die Phase der Trauer.
Fünf Jahre ist es her, dass Angelina in den Armen ihres Vaters starb. Nicht nur im Leben ihrer Familie und Freunde hat sie Spuren hinterlassen. Horst Döring entwarf nach dem Tod seiner „Angel“ eine Engelsskulptur, die er aus Verbundenheit dem Bundesverband Kinderhospiz schenkte. Dort wird der Angel seitdem als besonderes Zeichen der Dankbarkeit für Unterstützer oder Botschafter eingesetzt.

Ende Mai begann Angelinas Engel sogar eine Weltreise: Aus ihrem Wahrzeichen entwickelte der Bundesverband Kinderhospiz eine Fackel, die Sabine Kraft, die auch Vorsitzende des internationalen Netzwerkes für die Palliativversorgung von Kindern ICPCN ist, bei einem Kongress in Südafrika an alle Mitgliedsstaaten überreichte. In Deutschland führt die Fackel den bundesweiten Kinder-Lebens-Lauf an, der am 4. Juni in Berlin startete und bis zum 13. Oktober, dem Welthospiztag, über 100 Kinderhospize in Deutschland angelaufen haben wird. Bei der Eröffnung des Kinder-Lebens-Laufs erzählt Angelinas Vater die Geschichte seiner tapferen Tochter. Die Kampagne hat prominente Unterstützer: Das Pressegespräch zum Auftakt moderiert Sandra Maischberger. Neben Horst Döring sitzt Elke Büdenbender, die Ehefrau von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, die sich mit viel Anteilnahme und Herzlichkeit zur Aufgabe gemacht hat, die Kinderhospizarbeit zu unterstützen.
„Der Kinder-Lebens-Lauf ist die Gelegenheit, Solidarität zu zeigen!“, so Sabine Kraft, die anlässlich des Welthirntumortags am 8. Juni mehr Unterstützung für Familien wie die von Angelina fordert. Weit über 40.000 Kinder und Jugendliche in Deutschland leiden an unheilbaren Krankheiten, an denen sie in absehbarer Zeit sterben müssen. Nicht nur die Ängste und Sorgen aufgrund der Krankheit, sondern auch soziale Isolation und finanzielle Engpässe machen das Leben der Betroffenen schwer. Durch Kampagnen wie den Kinder-Lebens-Lauf will Kraft die Gesellschaft zum Hinschauen motivieren: „Wir alle tragen die soziale Verantwortung, uns um diese Familien zu kümmern. Eine furchtbare Diagnose wie ‚Hirntumor‘ kann jeden treffen. Wir dürfen die Betroffenen nicht alleine lassen!“

Engagement beweisen ist diesen Sommer mit dem Kinder-Lebens-Lauf besonders leicht. Alle Informationen und die genaue Strecke finden sich auf www.kinder-lebens-lauf.de; dort stehen auch die Kontaktdaten, unter denen Interessierte sich für einen Teil der Strecke anmelden können. Ob Fahrradfahrer, Spaziergänger, Kutschenfahrer oder Inline Skater – jede Hilfe ist höchst willkommen, die Angelinas Engel weiterträgt.

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