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Zum Tag des Kinderbuchs: Bundesverband Kinderhospiz empfiehlt „An der Leine“

Um Kobolde geht es am Tag des Kinderbuchs, um Zauberer, Ritter, Piraten und sicher auch um die ein oder andere Fee. Der Internationale Kinderbuchtag am 2. April soll die Freude an Kinder- und Jugendliteratur fördern. Doch geht es auch in Kinderliteratur nicht nur um erfreuliche Themen. „Zum Glück!“, sagt Sabine Kraft, Geschäftsführerin des Bundesverbands Kinderhospiz. „Zur Lebenswelt von Kindern gehört es auch, dass schlimme und traurige Dinge geschehen. Kinderbücher sind eine wunderbare Möglichkeit, Kindern auch solche Themen näher zu bringen“.

Der Bundesverband Kinderhospiz setzt sich für die weit über 40.000 Familien in Deutschland ein, die ein lebensverkürzend erkranktes Kind haben. „Oft werden wir gefragt, ob es geeignete Kinderbücher zum Thema ‚Kinder und Tod‘ gibt“, berichtet Kraft, „denn Tabuthemen werden auch literarisch entsprechend selten aufgegriffen“. Der Bundesverband Kinderhospiz verfügt inzwischen sogar über eine kleine Ausleih-Büchersammlung, die er an betroffene Familien weitergibt.
Neu in diesem Sortiment ist das Bilderbuch „An der Leine“ von Anja Gumprecht (Text)und Anne Vockeroth (Illustration). Beide sind selbst betroffene Mütter und haben das Kunststück vollbracht, den Alltag eines unheilbar kranken Kindes einzufangen, ohne zu erschrecken. Unbefangen und offen weiht Protagonistin Lina den Leser in kindliche Gedanken zum Kranksein, medizinische Details und persönliche Geheimnisse ein.

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„Eine Entdeckerreise in eine Welt, in der jeder Moment zählt“, beschreibt Sabine Kraft: „Dass ein schwer krankes Kind sich seinen Spielplatz nach der Verfügbarkeit einer Steckdose aussucht, damit sein Geräteständer mit Strom versorgt ist, das sind Überlegungen, die ernüchtern, aber mit einem Augenzwinkern aufgelöst werden, weil ‚Mama mit dem Kabelbaumständer‘ kaum hinter dem lachenden Kind auf dem Dreirad herkommt. Kinder, die so schwer krank sind, haben ganz besonders verdient, zu lachen, Spaß zu haben und das Leben so lange wie irgend möglich zu genießen. Genau darauf konzentriert sich die Kinderhospizarbeit“.

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